Paul Cézanne

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Biographie & Auswirkungen Cézannes (19.01.1839 – 22.10.1906)

  • geboren am 19. Januar 1839 in der südfranzösischen Stadt Aix-en-Povence, als Sohn eines wohlhabenden Bankiers
  • früh Vorliebe zur Kunst, Vater wollte aber das er Jura studiert
  • ging nach Paris, bestand die Aufnahmeprüfung für das Jurastudium nicht –> begann das Kopieren von Gemälden
  • Freilichtmalerei, in deren Verlauf löste er sich von der Romantik seiner Frühphase und malte heller, früher ziemlich düstere Malweise
  • War bei Ausstellungen aber seine Bilder wurden abgelehnt, bzw. ernteten viel Kritik
  • Deshalb zog er sich immer häufiger nach Aix-en-Provence zurück
  • Dort konnte er dank der väterlichen Erbschaft ohne finanzielle Probleme Leben
  • Bis es ihm gelang mit nebeneinander gesetzten Strichen eine räumliche Wirkung zu erzielen
  • Er starb am 22 Oktober 1906 an einer Erkältung, die er sich beim Malen im Freien zugezogen hatte
  • seine Bedeutung für die moderne Kunst wurde lange unterschätzt
  • erst in den letzten Lebensjahren gelang es ihm durch eine größere Ausstellung die Aufmerksamkeit der Pariser Kunstwelt zu gewinnen
  • Hatte Einfluss auf die nachfolgenden Malgenerationen durch die Verfestigung der Bildform zu der er über die Farbe gelangte
  • Cézanne gilt nun als der bedeutendste Wegbereiter für die Kunst des 20. Jahrhunderts, Bild ist eine Fläche, es wird durchgestaltet
  • Bei Gaughin sticht die Frau raus, hier nicht, Personen sind mit dem Bild verbunden
  • Macht sich über jeden Pinselstrich Gedanken, denkt dass er das Bild versaut, daher unfertig

Badende (allgemein)

  • Es geht um die Gültige Darstellung des Menschen in der Natur
  • Am Ende des 19. Jahrhunderts Umbruch der Malerei
  • Viele Bilder malt Cézanne in langen Sitzungen vor dem Motiv, aber die Figuren der Badenden malt er ganz aus der Einbildung
  • Verwendete dazu auch ein Figurenrepertoire der autonomen Gesetze der Farbe, der Form und der Fläche
  • War schüchtern und hatte wohl selten ein Modell
  • Hielt sich daher an Nachzeichnungen oder Aktstudien, der Aixer Zeichenschule etc
  • Waren unzureichend aber gaben ihm zumindest Anhaltspunkte
  • Gefühlslose Bilder, nur Darstellung zählt
  • Will die Darstellung von Mensch und Natur perfekt machen und schafft somit auch Ãœbergänge, lässt den Mensch mit der Natur verschmelzen, also kein Naturalismus oder Realismus
  • Badende sind Erinnerung an das Glücksleben der Kindheit

Weibliche Badende vor einem Zelt

  • 1878 /1883 entstanden, man ist sich nicht einig
  • Aus der Reihe der frühen Badenden
  • Öl auf Leinwand 63,5 x 81 cm
  • Steht am Beginn Cézannes künstlerischer Entwicklung und Auseinandersetzung mit diesem Thema
  • Die linke Seite wird durch das Zelt wie abgegrenzt von der Rechten. Die Linke geht hervor
  • 2 im Wasser, die anderen beim auskleiden, aber nicht lustvoll dargestellt
  • Im Hintergrund rechts: Bäume mit überdimensionaler Baumkrone im vergleich zum Stamm
  • Den Berg hebt er nur durch helle Farben hervor, diese findet man auch im Vordergrund und an der rechten Seite
  • Der Busch rechts geht in den Berg über
  • Der Boden ist etwas gelblich, orangefarben, dieser spiegelt sich ein wenig im Himmel wieder, aber auch an den Körpern
  • Zwei Badende sind im Wasser, man sieht beide nur von hinten, die eine steht im Wasser, die andere schwimmt wobei man die schwimmende nicht richtig erkennen kann, die stehende hat zwar eine Hüfte, doch scheint es so, als würde der Rücken sich bis zu den Beinen durchziehen
  • Zwei sitzen vor dem Zelt, wobei die linke eine etwas merkwürdige Taille hat sowie einen sehr breiten Oberkörper und der Kopf der rechten etwas zu klein geraten ist
  • Eine Badende steht mehr oder weniger in dem Zelt, sie trocknet sich ab oder streckt sich nach dem Baum, Arm in Ast, ihr Bauch geht ziemlich weit in den Beinbereich
  • Eine weitere steht rechts neben dem Zelt, sieht hat etwas in der Hand, Kleider oder vielleicht auch ein Handtuch
  • Frauen sind nicht schön, nicht nach Natur gemalt

Badende
Das Bad

  • 1879-82, Öl auf Leinwand, 35 x 22 cm
  • Aus der Reihe der Pariser Badenden
  • Im Vordergrund sieht man einen Mann, mit betonter Brust, seine Arme nach oben gerichtet, auf dem Boden sieht man noch kleine Pfützen, die mit wenigen Pinselstrichen hin gemalt sind, sein Umriss verschmilzt fast mit der Umgebung, mit den Bäumen
  • Zu seiner Linken, in einem kleinen Teich, er wäscht sich gerade das Haar, er hat einen etwas merkwürdigen runden Bauch und einen etwas muskulösen linken Arm, sein Körper ist ebenfalls verdreht
  • Auf der rechten Seite sitzt einer wie am „Beckenrand“ mit dem Rücken zum Betrachter
  • Im Hintergrund sieht man mit groben Pinselstrichen angedeutet ein paar Bäume
  • Mann könnte auch fast meinen, dass sich etwas im Wasser spiegelt
  • Auch hier sind die Figuren wieder nur angedeutet
  • Wobei der Mann im Vordergrund ein paar Kurven zu viel im seinem rechten Arm hat, sein Körper ist verdreht und sein Gesicht zu undeutlich gemalt, als dass man etwas erkennen könnte
  • Hier ist deutlich, dass die Figuren in die Natur übergehen und sich fast schon in ihr auflösen

Das Bad
Geschrieben von Ben Säurig© (Kunstgeschichtsreferat)

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